Juni 2016

Liebe Verwandte, Freunde und Interessierte der Projekte in Takoradi,

zunächst möchte ich Euch von einer überraschenden Neuigkeit im Projekt „Schulpatenschaft“ berichten. Einer meiner wenigen wohlhabenden Patienten in Ghana, dem ich glücklicherweise bei seinen verschiedenen Krankheiten gut helfen konnte, möchte sich sozial engagieren und u.a. die Kosten für „unsere“ Schulkinder übernehmen. Falls diejenigen von Euch, die bis jetzt durch ihre monatliche Spende den Schulbesuch von Kindern in Takoradi ermöglicht haben, einverstanden sind, würde ich dem Wunsch dieses Patienten gerne entsprechen und Eure Unterstützung für die Ausbildung von zwei „unserer“ Kinder verwenden, die seit März die Schule beendet haben, für Samira, die Lehramt und für Madi, die Informatik studieren möchte. Über Rückmeldung und Kritik freue ich mich. Zwei junge Frauen haben ihre Ausbildung dieses Jahr beendet: Abigail arbeitet als OP-Schwester in der Universitätsklinik von Accra, Humu als Hebamme auf dem Land im Norden von Ghana. Anti wird dank Eurer Hilfe voraussichtlich nächstes Jahr die Abschlussprüfung als Kranken­schwester mit geburtshilflicher Qualifikation ablegen.

Wegen der sehr viel schlechteren medizinischen Versorgung als inzwischen in Takoradi haben wir für das Projekt „Gesundheitszentrum“ den Standort Brafoyaw gewählt, ein gut erreichbares Dorf nahe der Straße zwischen Takoradi und Accra. Bis jetzt gibt es keinen Arzt für die ganze Gegend um Brafoyaw, zu der außer mehreren Dörfern auch Moiree gehört, eine kleine Stadt, deren mehr als 20 000 Einwohner vom Bootsbau, bzw. vom Fischfang leben, allerdings mehr schlecht als recht. Auch wenn die Fischer sich immer weiter aufs offene Meer wagen, können sie nicht mit technisch gut ausgerüsteten Fangbooten aus EU-Staaten konkurrieren. Sie verbessern ihre eigene magere Ausbeute, indem sie gefrorenen Fisch aus Norwegen in der Hauptstadt Accra teuer einkaufen. Keinen Arzt gibt es auch für die Schüler aus allen Regionen Ghanas, die die zahlreichen Boarding Schools (Internatschulen) in dieser Gegend besuchen. Wir haben über einen Lehrer bereits Kontakt zu einer großen Schule aufgenommen, mit der wir Projekte zu Themen wie Umweltschutz, Verhütung, Prophylaxe von Krankheiten wie HIV angehen werden.

Nicht zuletzt dank der guten Zusammenarbeit mit dem Chief von Brafoyaw und den Eldest (die älteren Vertreter der einzelnen Großfamilien) haben wir alle bürokratischen Hürden und Genehmigungen für den Bau des Zentrums gut geschafft. Zur Zeit arbeiten wir mit Architekt und Bauingenieur einen möglichst sinnvollen Bauplan aus. Bis zur Fertigstellung der Klinik behandle ich auf Initiative des Chiefs die Patienten im Rohbau einer Kirche. Sein erster Vorschlag, meine Sprechstunde in einem Zelt vor seinem „palace“ (ein mehr als einfaches kleines Haus) abzuhalten, hat sich wegen der Witterungsverhältnisse jetzt in der Regenzeit und mangelnder Privatsphäre beim Untersuchen der Kranken als nicht praktikabel erwiesen. Die feierliche Grundsteinlegung und der Beginn des Baus wird voraussichtlich im August stattfinden. Patienten aus Effiakuma werden von Dr. Tawiah betreut, von dem ich Euch in meinem letzten Rundbrief berichtet habe, kommen aber gerne mit dem Trotro nach Brafoyaw.

Ich bitte Euch um Unterstützung, damit wir das dringend benötigte Gesundheitszentrum möglichst bald fertigstellen können. Dank Eurer Spenden haben wir bis jetzt etwa 50 % der Kosten für das Gebäude der Klinik. Vielen Dank für Eure Geduld und Bereitschaft zu helfen!

Mit den besten Wünschen für einen wunderbaren Sommer und vielen Grüßen

                                                               Anne

 

Alle Informationen und Bilder finden Sie auch auf unserer Hompage unter der Rubrik „Aktuelles“:

Kontakt: 

Dr. med Anne Sittl
E-Mail: anne.sittl@gmx.de
Whatsapp: +49 176 3873 5090
Tel : +233 56 0584 149

 

Wir danken allen Spendern, die unsere Arbeit unterstützen. Nur durch Ihren Beitrag und Ihr Vertrauen können wir unsere Projekte realisieren. Doch wir brauchen weiterhin Ihre Mithilfe.

Wie auch Sie uns helfen können, erfahren Sie in unserer Rubrik Spenden 

 

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Rundbrief Juni 2017

Rundbrief Juni 2016

Rundbrief Februar 2016

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